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Literaturgespräch mit Cao Wenxuan

 

Termin:  Freitag, 13.10.2017
Uhrzeit: 17.30 bis 19.30 Uhr mit anschließendem Stehempfang
Ort: Hilde-Domin-Saal, Poststraße 15, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Der mehrfach preisgekrönte chinesische Autor Cao Wenxuan ist bekannt für seine metaphernreiche Sprache, mit der er den Leser in das ländliche Leben Chinas zur Zeit der Kulturrevolution entführt.
In seinem durch einen einfach gehaltenen und in seiner Klarheit bestechenden Erzählstil zeichnet er Bilder voller anmutiger Schönheit.
Gleichzeitig erspart er dem Leser aber auch nicht die Tragik des Lebens, sondern bildet mit einer kindlichen Unvoreingenommenheit schonungslos die ganze Bandbreite des menschlichen Daseins urteilsfrei ab.

Berühmt wurde Cao Wenxuan für seine Romane „Das Schilfhaus“ und sein außerhalb Chinas wohl bekanntestes Werk „Bronze und Sonnenblume“, das in China an vielen Schulen Pflichtlektüre ist. Seine poetische und bildgewaltige Sprache ist ein Lesevergnügen der besonderen Art: Entschleunigend und detailgenau, ohne jemals den Spannungsbogen zu unterbrechen.

 

 

 

Über den Autor
Cao Wenxuan, geboren 1954 in einem kleinen Dorf in Yancheng/ Provinz Jiangsu als Sohn eines Grundschuldirektors, studierte ab 1974 an der Universität Beijing Philosophie, Ästhetik, Literaturtheorie und Kinderpsychologie. Damit legte er den Grundstein für seine späteren Romane. Heute ist Cao Wenxuan an der Universität Beijing als Professor für Chinesische Literatur und Kinderliteratur tätig.
Cao Wenxuan hat zahlreiche Preise gewonnen, darunter den British Pen Award und im Jahr 2016 als erster chinesischer Autor den renommierten Hans-Christian-Andersen-Preis und zählt heute zu den herausragendsten Schriftstellern der chinesischen Gegenwartsliteratur.

Über seine Werke

 

„ Bronze und Sonnenblume“

Das siebenjährige Mädchen Sonnenblume wird während der Kulturrevolution mit seinem Vater aufs Land verschickt. Der Vater, ein Künstler, soll dort in der Kaderschule Siebter Mai im sozialistischen Sinne umerzogen werden. Bei einem tragischen Unfall ertrinkt er. Sonnenblume ist nun Vollwaise. Sie wird von einer der ärmsten Familien aus dem Dorf Gerstenfeld liebevoll aufgenommen. In ihrem stummen Ziehbruder Bronze und dem Büffel der Familie findet sie schließlich Seelenverwandte.

 

 

 

 

 

 

„Das Schilfhaus“

Der vierzehnjährige Maulbeer Sang ist der Sohn des Schuldirektors und für seine exzentrischen Auftritte bekannt. Doch zuweilen stehlen ihm seine Klassenkameraden Glatzenkranich und Kleiner-Wohlstand die Schau. Und dann ist da noch das Geheimnis zwischen Lehrer Einrad Jiang und der Dorfschönheit Weißer-Spatz... Maulbeer Sang entdeckt die dunklen Seiten seines Charakters – und muss dafür gerade stehen. Inmitten des ebenso beschaulichen, wie auch oft genug bitteren Alltags im ländlichen China der 1960er Jahre, entwachsen die Protagonisten der Sorglosigkeit der Kindheit.

„Das Schilfhaus“ wird am 6. Oktober zur Frankfurter Buchmesse im Drachenhaus Verlag erstmals auf Deutsch erscheinen.

 

 

Programm:

17.00: Ausstellungseröffnung mit Cao Wenxuan und Stadtrat Alexander Föhr: Chinesische Bilderbücher, Lesesaal
17.30: Lesung und Literaturgespräch mit Cao Wenxuan

Grußwort: Christine Sass, Büchereidirektorin
Grußwort: Zhang Jiankang Präsident Phönix Verlagsgruppe
Key note speech: Cao Wenxuan (mit deutscher Übersetzung)
Lesung: „Das Schilfhaus“ auf deutsch und chinesisch
Podiumsgespräch mit: Cao Wenxuan, Petra Thiel, Geschäftsführende Direktorin Konfuzius-Institut Heidelberg, Dr. Nora Frisch, Drachenhaus Verlag
Moderation: Dr. Chen Ping, Gesandter Botschaftrat
Übersetzung: Dr. Siliang Xue, Dolmetscherin


19.30: Schlusswort: Petra Thiel, Geschäftsführende Direktorin Konfuzius-Institut Heidelberg

Stehempfang im Foyer
 

Büchertisch mit freundlicher Unterstützung der Bücherstube an der Tiefburg, Heidelberg- Handschuhsheim.

Poster der Veranstaltung zum Download